Hier sind einige interessante Fakten aus dem Leben von Immanuel Kant:

Er lebte nach einem extrem festen Zeitplan
Kant stand auf, arbeitete, hielt Vorlesungen, ging spazieren und ging jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen. Seine tägliche Spaziergang war so pünktlich, dass die Bewohner von Königsberg ihre Uhren nach ihm stellten.

Immer derselbe Spaziergang – jahrelang
Er ging immer denselben Weg. Man sagt, nur einmal änderte er seine Route – als er so sehr in Rousseaus „Émile“ vertieft war, dass er vergaß, rechtzeitig loszugehen.

Er aß nur einmal am Tag
Er hatte nur eine Hauptmahlzeit – das Mittagessen, aber es dauerte lange und fand in Gesellschaft von Gästen statt. Er liebte Gespräche bei Tisch und aß fast nie allein. Er bevorzugte tatsächlich ein sich wiederholendes, schlichtes Menü. Ohne Luxus – Essen war für ihn Teil der Ordnung, nicht des Genusses.

Er reiste kaum
Kant verließ fast nie Königsberg (heute Kaliningrad). Trotzdem lehrte er Geografie und wusste durch Bücher und Reiseberichte sehr viel über die Welt.

Er wurde erst spät berühmt
Sein Hauptwerk, „Kritik der reinen Vernunft“, erschien, als er 57 Jahre alt war. Davor war er nur in akademischen Kreisen bekannt.

Er war klein und gesundheitlich empfindlich
Er sorgte sich sehr um seine Gesundheit, hielt sich streng an Schlaf-, Ess- und Arbeitszeiten und sah Disziplin als Weg zu einem längeren Leben.

Konflikt mit dem König
Nach einem Buch über Religion verbot ihm der preußische König, öffentlich über religiöse Themen zu schreiben oder zu lehren. Kant gehorchte – aber nur „als treuer Untertan Seiner Majestät“. Nach dem Tod des Königs schrieb er wieder frei.

Er liebte Gespräche, aber keine Unordnung
Er war kein Einsiedler – er hatte einen Freundeskreis und veranstaltete regelmäßige Mittagessen. Gleichzeitig mochte er keinen Lärm, kein Chaos und keine Spontaneität.
Kant ist ein seltenes Beispiel für einen Philosophen, dessen Lebensweise genauso systematisch war wie seine Philosophie. Er heiratete nie, änderte weder seine tägliche Routine noch seine Ernährung und starb im Alter von 80 Jahren, vermutlich glücklich und ein wenig gelangweilt. Seine letzten Worte waren: „Es ist gut.“